Kurzer geschichtlicher Abriss: Revision im Erzbistum Freiburg
Ausschließlich in kirchliche Hand kam die Verwaltung des katholischen Kirchenvermögens auf Grund des badischen Konkordats, geschlossen in Hegne am 12.10.1932. Mit diesem Konkordat hat der Staat seinen Anspruch auf Mitsprache bei der Verwaltung des Kirchenvermögens aufgegeben. Erzbischof Conrad Gröber erließ zum 01.04.1934 die Satzung zur Verwaltung des Kirchenvermögens. Die bisher gemischt staatliche/kirchliche Behörde "Katholischer Oberstiftungsrat" wurde zum rein kirchlichen „Erzbischöflichen Oberstiftungsrat“, dessen Sitz zum 01.10.1934 von Karlsruhe nach Freiburg, ins Erzbischöfliche Ordinariat, verlegt wurde. Zu dessen Aufgaben zählte insbesondere auch die Rechnungsprüfung.
Um die Integration der Vermögensverwaltung in das Erzbischöfliche Ordinariat voranzutreiben, wurde zum 01.01.1959 der recht eigenständige Erzbischöfliche Oberstiftungsrat aufgelöst und die Erzbischöfliche Finanzkammer errichtet. Die Tatsache, dass die Revisionsabteilung in der Erzbischöflichen Finanzkammer den zahlenmäßig größten Fachbereich stellte, belegt, dass die Bedeutung einer schlagkräftigen Revision erkannt wurde.
Im Rahmen einer grundlegenden Organisationsentwicklung Mitte der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde zu Beginn des Jahres 1974 die Stabsstelle Innenrevision, zuständig für die Prüfung der Bistumskasse und wenig später für alle diözesanen Einrichtungen, errichtet. Mit Auflösung der Erzbischöflichen Finanzkammer und Aufstellung der Finanzabteilung des Erzbischöflichen Ordinariats wurde zum 01.03.1975 innerhalb der Finanzabteilung das Sachgebiet Rechnungsprüfung (wenig später umbenannt in Ortsrevision), zuständig für die Prüfung der Kirchengemeinden, aufgestellt.
Zum 01.03.1998 wurde die Stabsstelle Revision in ihrer heutigen Form durch Vereinigung der bisherigen Stabsstelle Innenrevision mit dem Sachgebiet Ortsrevision errichtet. Die Stabsstelle Revision gliedert sich in die beiden Prüfungsbereiche Kirchengemeinden-und Verrechnunggstellenrevision sowie Bistums- und Caritasrevision.


Wenn Sie an einer eingehenden Darstellung der Geschichte der Verwaltung (einschließlich Rechnungsprüfung / Revision) des katholischen Kirchenvermögens in Baden interessiert sind, die vor 1932 im Verhältnis zum Staat durchaus spannungsgeladen war, was in einer mehrtägigen Inhaftierung eines Erzbischofs gipfelte, dann lesen Sie das Dokument "Geschichte der kirchlichen Revision" (PDF-Datei, 34 Seiten, 3,6 MB)