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Weniger Abmeldungen vom katholischen Religionsunterricht


Bilanz des Schuljahres 2009/2010 im Erzbistum Freiburg

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Freiburg (pef). Der Anteil der vom katholischen Religionsunterricht abgemeldeten Schülerinnen und Schüler im Erzbistum Freiburg ist rückläufig: Hatten sich im Schuljahr 2008/09 noch 4,1 Prozent aller katholischen Schüler an öffentlichen Schulen vom katholischen Religionsunterricht abgemeldet, so sank dieser Anteil im Schuljahr 2009/10 auf 3,85 Prozent. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Erzbischöflichen Ordinariates auf Basis der öffentlichen Schulstatistiken vom Donnerstag (10.02.) hervor. „Der geringe Anteil an Abmeldungen spricht für die Qualität der Religionslehrer und ihres Unterrichts“, zieht Dr. Axel Mehlmann Bilanz, der im Erzbistum Freiburg für Religionsunterricht an den Schulen verantwortlich ist.
Im Erzbistum Freiburg besuchten im Schuljahr 2009/10 insgesamt 674.550 Schüler öffentliche Schulen und Schulen in freier Trägerschaft. Davon nahmen rund 43 Prozent am katholischen Religionsunterricht teil.
Die hohe Zahl von Schülern ohne Religionsunterricht an beruflichen Schulen bereitet dem Ordinariat weiterhin Sorge. Ihr Anteil erhöhte sich im Vergleich zum vorhergehenden Schuljahr von 20,05 auf 20,65 Prozent. „Der Anteil würde sogar noch höher ausfallen, hätte die Erzdiözese Freiburg nicht den Anteil der von der Kirche angestellten Lehrkräfte in den beruflichen Schulen verstärkt; er beträgt jetzt 35,4 Prozent“, berichtet Domkapitular Dr. Mehlmann. Auch an den Sonderschulen steigt der Anteil der von der katholischen Kirche angestellten Lehrkräfte von Jahr zu Jahr; aktuell wurden 49,5 Prozent der Unterrichtsstunden durch sie erteilt.
Der demographische Wandel macht sich auch bei den Schülerzahlen bemerkbar. Die Schulen im Erzbistum Freiburg verzeichneten im Schuljahr 2009/10 rund 9.600 Schüler weniger als im Vorjahr, was sich auch in der Anzahl der Teilnehmer am katholischen Religionsunterricht niederschlägt. Insgesamt waren dies 287.090 Schüler, was einem Rückgang von 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Mit rund zwei Millionen Katholiken gehört das Erzbistum zu den großen der 27 Diözesen in Deutschland. Auch der Kurznachrichtendienst „Twitter“ bietet Informationen aus dem Erzbistum an - unter http://twitter.com/BistumFreiburg. Den Medien-Monitor des Erzbistums stellen wir unter http://twitter.com/MeMoEBFR bereit. Bei „Facebook“ können interessierte Internetnutzer sich ebenfalls informieren - unter http://www.facebook.com/erzdioezese-freiburg

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Der Religionsunterricht ist nach dem Grundgesetz (Artikel 7, Abs. 3) und nach der Verfassung des Landes Baden-Württemberg (Artikel 18) ordentliches Lehrfach an allen öffentlichen Schulen. Staat und Kirche tragen für dieses Schulfach gemeinsam Verantwortung. Der Religionsunterricht unterliegt als ordentliches Lehrfach der staatlichen Schulaufsicht. Der konfessionelle Religionsunterricht wird nach Bekenntnissen getrennt in Übereinstimmung mit den Lehren und Grundsätzen der jeweiligen Kirche erteilt. Der katholische Religionsunterricht ist vom ökumenischen Geist getragen und offen für den Dialog mit Andersdenkenden. Er sucht die Kooperation mit anderen Schulfächern. Katholischer Religionsunterricht darf nur von Lehrerinnen und Lehrern erteilt werden, die im Besitz einer kirchlichen Beauftragung sind. Er soll die Frage nach Gott, nach der Deutung der Welt, nach dem Sinn und Wert des Lebens und nach Normen für das Handeln des Menschen reflektieren.

Zudem soll der katholische Religionsunterricht zur Auseinandersetzung mit anderen Religionen und Weltanschauungen anregen, Verständnis und Toleranz wecken sowie zu religiösem Leben und zu verantwortlichem Handeln in Kirche und Gesellschaft motivieren.
- Mit mehr als zwei Millionen Katholiken ist das Erzbistum Freiburg die zweitgrößte der insgesamt 27 Diözesen in Deutschland. Die Kirche von Freiburg lebt im Südwesten Deutschlands in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schweiz und zum Elsaß. Das Gebiet erstreckt sich vom Bodensee und dem Hochrhein im Süden über den Schwarzwald und die Oberrheinische Tiefebene bis hinauf in den Odenwald und an den Main im Norden. Innerhalb des Bundeslandes Baden-Württemberg umfasst das 1827 gegründete Erzbistum das ehemalige Land Baden und Hohenzollern.

Stand: 11.02.2011 

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Roland Fehrenbach

Sachbearbeiter Statistik, Unterrichtsdeputate

Telefon: 0761 / 2188-242

 roland.fehrenbach@ordinariat-freiburg.de

 

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